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Wie kann ich meinen Zahn retten?

Täglich bestätigt sich in unserer Praxis, dass mehr als 50 Prozent der vermeintlich hoffnungslosen Zähne gerettet werden können. Mit einem modernen und zeitgemäßen zahnmedizinischen Equipment können wir weit ausgedehnte apikale Entzündungen, d. h. Entzündungen, die bereits in den Knochenbereich an der Wurzelspitze reichen heilen und sogar Zähne, die aufgrund einer starken Fraktur tief abgebrochen sind retten.

Welche Rettungsmaßnahmen gibt es für einen Zahn?

Für die beste Maßnahme, um einen Zahn zu retten, muss zunächst geklärt sein, ob der Zahn weiterhin als eigenständiger Zahn oder in einer Konstruktion nach einer erfolgreichen Wurzelbehandlung genutzt werden kann. Ist das der Fall, wird der defekte Zahn zunächst präendodontisch wieder aufgebaut. In dieser Phase der Behandlung rekonstruieren wir die fehlende Zahnsubstanz und vermeiden so eine Verunreinigung und Reinfektion durch Blut und Speichel.

Anschließend werden die feinen Wurzelkanäle extrem sorgfältig und schonend unter einem OP-Mikroskop gereinigt, desinfiziert und  danach absolut luftdicht ausgefüllt. Mit einem OP-Mikroskop können wir den Behandlungsbereich bis zu 20-fach vergrößern und absolut präzise arbeiten. 

Muss mein Zahn wirklich gezogen werden, wenn die Wurzel entzündet ist?

Ein Zahn sollte wirklich erst dann gezogen werden, wenn alle möglichen Behandlungstherapien versucht wurden. Gezogen ist ein Zahn schnell, wird er aber gerettet, sparen Sie sich als Patient viel Geld und Aufwand. Für die Qualität der eigenen Zähne gibt es keinen gleichwertigen Ersatz.

Wird mein Zahn schwarz nach einer Wurzelbehandlung?

Früher hatte man häufig das Problem, dass sich ein Zahn nach einer Wurzelbehandlung aufgrund der verwendeten Materialien schwarz verfärbte. Dank neuwertiger Materialien kann diese Verfärbung heute vermieden werden.

Aber auch einen verdunkelten Zahn zu retten ist besser als eine Zahnlücke. Nur, weil ein Zahn verdunkelt ist, sollte er nicht gezogen werden. Wir können einen verdunkelten Zahn heute auch im Nachhinein von innen bleichen und den Farbton gezielt an die natürliche Farbe der Nachbarzähne anpassen.

Gibt es einen Unterschied zwischen Zahn retten und Zahn am Leben erhalten?

Ja, wenn wir einen Zahn retten, meinen wir damit den Zahn zu erhalten. Das heißt, auch wenn der Zahn nach einer Wurzelbehandlung nicht mehr vital ist, kann er genauso gut und lange im Knochen erhalten bleiben wie ein vitaler, gesunder Zahn. Hier helfen uns das Wurzelzement (die grün dargestellte dünne Schicht im Bild, siehe oben) und die Mikrofasern des Zahnhalteapparates dabei, den Zahn im Knochen stabil und langlebig zu verankern. 

Wenn wir einen Zahn am Leben erhalten, geht es um die Erhaltung seiner Vitalität. Wenn das Zahnmark geschädigt ist, können wir die Vitalität des Zahnes mit bestimmten Maßnahmen und Materialien, wie z. B. Biokeramik, erhalten. 

Warum ist es so wichtig zu versuchen, einen Zahn zu retten?

Wird ein Zahn gezogen, gehen bis zu 46 % der Kieferknochenhöhe in den ersten vier Monaten verloren. Wird die Lücke dann nicht ersetzt, baut sich der Knochen langsam immer mehr ab, der Knochendefekt wird immer größer bzw. tiefer. Zähne halten Knochen, das ist eine Tatsache. 

Wird die Zahnlücke nicht geschlossen, verschieben sich die Zähne mit der Zeit. Es kommt zu einer tiefen Taschenbildung am Zahnfleisch,  zu einem falschen Biss und zu Kiefergelenksstörungen. Fehlen mehrere Zähne hintereinander, kann es auch zu allgemeinen, gesundheitlichen Problemen kommen,  wie z. B einer CMD, `craniomandibulären Dysfunktion,` aufgrund einer falschen Bissstellung. Symptome wie ständige Nacken- oder Kopfschmerzen, Rückenprobleme, Tinnitus, Schmerzen im Kiefergelenk bis hin zu Bandscheibenproblemen und unerklärlichen Schmerzen im Knie sind hier häufig die Folgen. 

Fazit

Einen Zahn zu retten ist wesentlich günstiger als ihn zu ersetzen, sei es mit einer Prothese oder einem Implantat. Folgeschäden, die sich auf den allgemeinen Gesundheitszustand auswirken und über viele Jahre Beschwerden bereiten können, werden mit dem Erhalt des eigenen Zahnes vermieden.

Wenn Ihnen von Ihrem Zahnarzt empfohlen wird, Ihren entzündeten oder abgebrochenen Zahn mit Wurzelfraktur ziehen zu lassen, holen Sie sich unbedingt zunächst eine zweite Meinung bei einem Fachzahnarzt bzw. Endodontologen ein.

Der Autor: 

Marius Bancila ist ein erfahrener Endodontologe in der Fachpraxis am Frauenplatz in München.
Der Endodontic Master beschäftigt sich täglich mit Wurzelbehandlungen und Revisionsbehandlungen in der Endondontie sowie mit Füllungen und Zahnrekonstruktionen. Die Erfolgsquote, einen Zahn zu retten, liegt in der Fachpraxis am Frauenplatz in München bei 90 %.